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Landschaften für Oldies und Cabrios
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Ein Stück Paradies, das zu jeder Jahreszeit unvergessliche Panoramen bietet. Das Reich der Zauberin Sibilla, der Feen und Magier.
Kaum eine andere Region weist eine solche landschaftliche Vielfalt wie die Südmarche auf. Innerhalb einer Autostunde von den mit Palmen bestandenen Stränden der Küste entfernt betritt der Besucher eine völlig andere Welt: die grandiose Gebirgslandschaft
Spektakulär präsentiert sich das Blütenmeer wilder Orchideen, Narzissen, Enziane, Glockenblumen oder Krokusse im Frühling und Frühsommer an den Berghängen. Das Gelb der Sonnenblumen, die auf großen Flächen sowohl in den Hügeln als auch im Vorgebirge wachsen, leuchtet ab Mitte Juni mit der Sonne um die Wette. Wie ausgegossen gedeihen hier Blumen, die teilweise endemischer Natur sind oder die wir sonst liebevoll in unseren Gärten pflegen, in der Hoffnung sie mögen gedeihen. Der Klatschmohn in unglaublichen Mengen lässt Felder wie in Flammen stehend erscheinen. Wer diesen Anblick einmal genossen hat wird ihn für immer im Gedächtnis und im Herzen behalten.
Die Marche liegt demjenigen zu Füßen, vom Monte Conero bis zum Gran Sasso, der es auf sich nimmt, die Gipfel der Sibillinen zu erklimmen. Die Gestalt der Berge hat nichts Enges, Bedrohliches, wie es einem im Gebirge manchmal erscheint, die Felsabschnitte sind oft durchsetzt mit Wäldern, die das Herbe des Fels mildert. Der Blick vom Monte Vettore, dem höchsten Berg der Sibillinen (2.476 m), vom Monte Sibilla oder einem der anderen über 2.000 m hohen Gipfel hinunter zum adriatischen Meer scheint aus einer anderen, schöneren Welt zu sein.
Picture: Monte Sibilla -
Nicht weniger farbenprächtig, nur anders, empfängt der Nationalpark im Herbst seine Besucher. Die Blätter der verschiedenen Ahornarten, der Kastanien -und Buchenwälder leuchten in allen Rot- , Gelb- und Braunschattierungen. Unter mit Efeu berankten Bäumen auf den verschiedenen Wanderwegen, wie beispielsweise dem zum Eremiten von San Leonardo oder vom Balzo Rosso hinab zur Madonna dell´Ambro, wachsen Tausende wilder Alpenveilchen. Auf den freien Wiesenflächen lösen langstängelige Silberdisteln die Sommerblumen in ihrer Blüte ab. In den Kastanienwäldern beginnt die Ernte der Maronen, die Trüffelhunde werden ab Oktober zur Suche nach den wertvollen Knollen losgelassen und die Steinpilzsammler können mit reichen Funden rechnen. Die Tage sind klar und angenehm unter der noch immer warmen Herbstsonne. Was im Sommer oft am Horizont von Dunst verschleiert ist stellt sich nun mit fotografischer Genauigkeit dar. Von den Hügeln aus betrachtet rücken die Berge in greifbare Nähe, werden hier und da einzelne schneebedeckte Flecken sichtbar. Es ist, als ob man ein Spielzeugland betrachtet.
Picture: Gebirgspanorama -
Ist erst der Winter angebrochen verschont er oft nicht einmal die Küstenregion. Ab und zu werden die Palmen entlang des Lungomare in den Orten entlang des Meeres weiß überzuckert. Nur in den Bergen jedoch hält sich die weiße Pracht. Die Wasserfälle erstarren zu Eis, die Skiwanderer unternehmen ihre Touren durch den meterhohen Schnee. Die Sonne taucht am Morgen die weißen Gipfel in zarte rosafarbene Töne, am Nachmittag gehen sie in alle erdenklichen Blauschattierungen über. Kein Skilift und das damit verbundene Treiben stört das Bild dieses winterlichen Friedens.
Im März, mit der ersten Frühlingssonne beginnt aufs Neue dieser herrliche Kreislauf der Jahreszeiten und selbst nach Jahren des Hier seins wird man nicht müde immer wieder staunend diese Wunder der Natur zu betrachten.
Picture: Winterimpresionen "Monte Sibilla" -
Nicht nur die Pflanzenwelt der Südmarche weist Besonderheiten auf, die Tierwelt ist ebenso vielfältig und beheimatet selten gewordene Vögel. Ab und zu sieht der Wanderer einen der hier nistenden Steinadler, kann er den Flug der Bussarde und verschiedenen Falkenarten beobachten oder stört einen Buntspecht auf. Der Wiedehopf lässt sich auf freiem Feld und gelegentlich sogar in meinem Garten betrachten und wer viel Glück hat, der sieht einen sehr, sehr seltenen Vogel, den Cruccione, mit einem Gefieder, bunt wie das eines Papageis. Diese Vögel erreichen nur Südeuropa und brauchen ein bestimmtes Ambiente.
Schwer zu beobachten, aber gar nicht so selten sind die Wölfe, die zwar immer in den hiesigen Bergen lebten, deren Zahl aber sehr dezimiert war. In den letzten Jahren war ihre Vermehrung sehr gut, im Gegensatz zu den zwei Bären, die den Nationalpark ebenfalls zur Heimat haben – es handelt sich nämlich um männliche Tiere!
Picture: Die bunte Blütenwelt der Südmarche -